Wie finde ich ein Thema für meine Arbeit?

Viele Studenten treibt die Suche nach einem passenden Thema für ihre nächste wissenschaftliche Arbeit sehr lang um. Dabei ist das eigentlich eine Herausforderung, die erfolgsversprechend und zeiteffizient zugleich bewältigt werden kann. Grundsätzlich erfordert die Suche nach einem guten Thema nur zwei Entscheidungen: Ein spannendes Phänomen im Feld des vorgegebenen Fachbereichs und eine interessante Theorie, die dazu geeignet erscheint, das Phänomen zu erklären. Dabei muss die Theorie das Phänomen nicht verbindlich vollumfassend bis in den letzten Winkel erklären. Auch eine Analyse, warum Theorie X für die Erklärung von Phänomen Y irgendwann an ihre Grenzen kommt, kann ein sehr guter wissenschaftlicher Beitrag werden.

Wer bei der Recherche feststellt, dass es zum präferierten Phänomen bereits unzählige Arbeiten gibt, die bereits jede denkbare theoretische Strömung der jeweiligen Disziplin abgeklappert haben, darf ruhig quer denken und interdisziplinär auf Theorieanleihe gehen. Auf diesem Weg entstehen häufig sehr innovative Projekte, die oft einen vielfach höheren Anspruch gegenüber den – leider oft homogenen – Arbeiten hochfrequentierter Phänomene erfüllen.

Bei Entwicklung eines Themas sind natürlich diejenigen Studenten klar im Vorteil, die sich bereits einen Überblick über die Theorien ihres eigenen Fachbereichs und die der angrenzenden Fachbereiche verschafft haben. Wer diesen Einsatz versäumt hat, ist gut damit beraten, sich erst einmal Grundlagenliteratur zur theoretischen Inspiration vorzunehmen und das Phänomen im Anschluss daran einzugrenzen.

Besonderes Augenmerk sollte grundsätzlich auf der Eingrenzung des Themas liegen. Diese Eingrenzung muss so ausgestaltet werden, dass das Thema innerhalb der Volumenvorgabe anspruchsvoll realisiert werden kann. Unzureichende Eingrenzungen des Themas führen schnell zu Struktur- und späteren Umsetzungsproblemen.